Ausstellung von Mai bis November 2017 in der Kaufmannskirche

STADTLAND:Kirche - Querdenker für Thüringen 2017

Kleine Monitore in Kirchenbänken, die Bänke neu gestrichen (und zwar nicht gerade grau); der Eingang durch das Südportal; Ausstellungstafeln auf die der Blick des Eintretenden sofort fällt; halb im Raum schwebende Ausstellungsobjekte im vorderen Teil des Kirchenschiffes; ein „Ideen-Generator” auf der Wiese vor der Kirche – das sind einige Ideen der Ausstellungsmacher, die derzeit im Gespräch sind.

„STADTLAND:Kirche  – Querdenker für Thüringen 2017” will im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Thüringen (IBA) Ideen zur Um- und Weiternutzung von Kirchengebäuden präsentieren. Vom 13. Mai bis zum 18. November 2017 wird diese Ausstellung in der Kaufmannskirche zu erleben sein.

Für die Kaufmannkirche und für uns als Gemeinde ist das eine große Chance, nicht nur, weil im Zuge der Vorbereitung ein paar Baumaßnahmen erfolgen, die ohnehin früher oder später ohnehin erforderlich sind (z.B. bei der Elektroanlage).

Im Jahr des Reformationsjubiläums wird das Anliegen der Reformatoren dadurch gleich in doppelter Weise in der Kaufmannskirche in Erscheinung treten: Das theologische Anliegen der Reformatoren spiegelt sich im Ensemble von Kanzel, Taufstein und Altar in eindrucksvoll künstlerischer Umsetzung. Die „Querdenker”-Ausstellung hingegen erinnert an das Schlagwort von der „ecclesia semper reformanda”, der sich immer reformierenden, also erneuernden und dabei an die wesentlichen Wurzeln erinnernden Kirche.

Wenn in den Ausstellungsbeiträgen und -gesprächen darüber nachgedacht wird, wie Kirchen (als Gebäude) und Kirche (als Institution) heute aussehen müssten, was in den Kirchen für die Menschen möglich sein soll und kann, dann sind wir bei der Frage, wie Reformation heute aussieht.

Neben der Chance, darüber mit vielen Gästen ins Gespräch zu kommen, ist die Ausstellung für uns als Gemeinde natürlich auch eine Herausforderung. Das betrifft manche Aufgaben, vor die wir damit gestellt sind (siehe dazu den Beitrag „Große Aufgaben auf viele Schultern verteilen”), das betrifft aber auch die äußeren Veränderungen die unser Kirchenraum durch die Ausstellung für eine begrenzte Zeit erfährt.

Vermutlich wird die Bandbreite der Reaktionen von entsetztem Kopfschütteln bis zu Begeisterung über viele kreative Ideen in unserer Kirche reichen.  Hoffentlich können wir uns mit Offenheit und vereinten Kräften als gute Gastgeber erweisen, einerseits für jene, die im Jahr des Reformationsjubiläums zu uns kommen, weil sie in der Offenen Kirche Ruhe suchen, beten oder schauen wollen, andererseits auch für die Menschen, die aus Interesse an den neuen Ideen der „Querdenker” unsere Kirche besuchen.

Zum offiziellen Ausstellungspapier des Baureferates der EKM