Kantatengottesdienst am 27. Mai 2018

Am 27. Mai (Trinitatis) findet um 10 Uhr in der Kaufmannskirche im Rahmen der Festtage zum 650. Kirchweihjubiläum ein festlicher Kantatengottesdienst statt.

Aufgeführt werden zwei Kantaten von Johann Heinrich Buttstedt (1666-1727), u.a. Kantor an der Kaufmannskirche:
"Die Güte des Herrn ist es"
"Selig sind, die zum Abendmahl des Lammes berufen sind"
 sowie die Ostermusik "Willkommen, o Held" des Nordhäuser Komponisten Johann Gottlieb Schröter (1699-1782), der mit Johann Sebastian Bach befreundet war.

Lebensdaten von Johann Heinrich Buttstedt (Quelle: Wikipedia)
Lebensdaten von Johann Gottlieb Schröter (Quelle: Ernst Ludwig Gerber Musiklexikon 1791 [Vorname dort Christoph Gottlieb])

Chor der Kaufmannsgemeinde und Chor der Christophoruswerkstätten

Solistenensemble:
Sopran: Christine Besel-Greese
Alt: Antje Gebauer
Tenor: Mark Mönchgesang
Bass: Heiko Mauchel

Orchester:
Orgel: KMD Bernd Müller
Barocktrompeten: Michael Heinrich, Sandra Godescheidt, Gabriele Albrecht
Pauke: Kilian Hartig
Streicherensemble unter Frank Drechsel

Leitung: Michael Jahn

Lassen Sie sich, Ihre Freunde und Angehörigen dazu ganz herzlich einladen.

Johann Heinrich Buttstedt stammte aus einer Erfurter Pfarrer-, Lehrer- und Musiker-Familie, sein Vater Johann Heinrich Buttstedt († 1702) hatte an der Universität Erfurt Theologie studiert und war seit 1664 Pfarrer in Bindersleben. Als ältester von drei Brüdern besuchte Buttstedt von 1681 bis 1684 das Ratsgymnasium in Erfurt und wurde anschließend Organist an der Reglerkirche sowie Lehrer an der zu ihr gehörenden Schule.

Als seinen Orgellehrer bezeichnete er Johann Pachelbel, der von 1678 bis 1690 Organist an der Erfurter Predigerkirche war und dort u. a. auch dem älteren Bruder Johann Sebastian Bachs, Johann Christoph, seit 1690 Organist in Ohrdruf, Orgelunterricht erteilte. Buttstedts Bruder Georg Christoph († 1748), zweitältester Sohn Johann Heinrich Buttstedts, war ab 1702 Nachfolger seines Vaters und später Pfarrer in Bechstedt.

Im Jahre 1687 übernahm Buttstedt das Organisten- und Predigeramt an der Kaufmannskirche und -schule und heiratete im selben Jahr Martha Lämmerhirt († 1711), die Tochter des Hospitalpfarrers Hieronymus Lämmerhirt († 1699), welche über Johann Sebastian Bachs Mutter, eine geborene Lämmerhirt, mit der Familie Bach verwandt war. Aus der Ehe gingen zehn Kinder hervor. Die beiden Söhne Johann Laurentius und Johann Samuel waren später selbst Organisten. Nachdem Johann Pachelbel im Jahr 1690 Erfurt verlassen hatte, um nach Stuttgart in die Dienste der Herzogin Magdalena Sibylla zu gehen, wurde das bedeutende Organistenamt an der Predigerkirche kurzzeitig von Nicolaus Vetter versehen. Als dieser 1691 Hoforganist in Rudolstadt wurde, trat Buttstedt am 19. Juli 1691 seine Nachfolge mit dem Titel eines Ratsorganisten an. Er übte dieses Amt bis zu seinem Tode aus und versah daneben auch das Organistenamt an einer katholischen Kirche in Erfurt, vermutlich an St. Severi.