Kantatengottesdienst am 17. September 2017

Am 17. September (14. Sonntag nach Trinitatis) findet um 9:30 Uhr in der Reglerkirche ein gemeinsamer Kantatengottesdienst von Kaufmanns- und Reglergemeinde statt.

Aufgeführt werden die Kantate "Du Friedefürst, Herr Jesu Christ" BWV 116 von Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)
sowie aus der Kantate "Herz und Mund und Tat und Leben" BWV 147 von Johann Sebastian Bach der Choralsatz Nr. 6 "Wohl mir, dass ich Jesum habe"

 

Der Chor der Kaufmannsgemeinde und die Regler-Singschar singen die Chorsätze.

Solisten: Daniela Gerstenmeyer Sopran, Antje Gebauer Alt, Mark Mönchgesang Tenor, Heiko Mauchel Bass

Oboe d'amore: Martin Noth und Andreas Smolny

Streicherensemble mit Eugen Mantu

Continuo: Michael Jahn

Leitung: Johannes Häußler

Lassen Sie sich, Ihre Freunde und Angehörigen dazu ganz herzlich einladen.

Erläuterungen zur Kantate "Du Friedefürst ..." (Quelle: Wikipedia)

Bach schrieb die Kantate 1724 in seinem zweiten Kantatenzyklus von Choralkantaten für den 25. Sonntag nach Trinitatis und führte sie am 26. November 1724 erstmals auf.
Die vorgeschriebenen Lesungen waren 1 Thess 4,13-18 LUT und Mt 24,25-28 LUT, die „große Bedrängnis“. Der Kantatentext eines unbekannten Textdichters beruht ausschließlich auf dem Choral in sieben Strophen "Du Friedefürst, Herr Jesu Christ" von Jakob Ebert (1601), der in einer allgemeinen Beziehung zum Evangelium steht. Der Verfasser behielt die erste und letzte Strophe bei, dichtete die Strophen 2 bis 4 zu den entsprechenden Sätzen der Kantate um und die Strophen 5 und 6 zum fünften Satz der Kantate.

Der Eingangschor ist eine Choralbearbeitung, der Sopran singt die Melodie als cantus firmus in langen Noten, verstärkt vom Horn. Sie ist eingebettet in ein instrumentales Concerto mit Ritornellen und Zwischenspielen, die von der Solo-Violine dominiert werden. Die Behandlung der Unterstimmen ist textbedingt unterschiedlich. Die Zeilen 1 und 2 und die abschließende Zeile 7 sind als homophone Blöcke gesetzt, in den Zeilen 3 und 4 verlaufen die Unterstimmen in Imitation, in Zeilen 5 und 6 in belebter Bewegung.

Die Alt-Arie wird von der Oboe d’amore begleitet, die wie eine zweite vokale Stimme behandelt ist. Das folgende Rezitativ beginnt als secco, doch die Idee "Gedenke doch, o Jesu, dass du noch ein Fürst des Friedens heißest!" wird von einem Zitat der Choralmelodie im continuo begleitet.

In einem Terzett, das in Bachs Kantaten selten vorkommt, wird das "wir" des Textes "Ach, wir bekennen unsre Schuld" veranschaulicht. Es wird nur vom continuo begleitet. Das folgende Rezitativ ist ein Gebet um ewigen Frieden, das von Streichern begleitet wird und in ein Arioso mündet.

Der Schlusschoral ist vierstimmig gesetzt.